Klimakterium -
Wechseljahresbeschwerden [1,2] |
| 1.
Veränderung der Hormonsituation |
- Sinken
des Progesteron- und Östrogenspiegels (Nachlassen der Ovarfunktion)
- Anstieg
von FSH
- relatives
Überwiegen der Androgene
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| 2.
Symptome und Veränderungen |
- konsistente Symptome:
- Hitzewallungen,
Erröten und nächtliches Schwitzen, Schweißausbrüche
- vaginale Trockenheit
- weniger konsistenze Symptome:
- Schlafstörungen
- Stimmungsschwankungen
- Dysurie, allgemeine Harnwegsbeschwerden
- Libidoverlust
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| 3.
Wirkung der Hormontherapie auf klimakterische Beschwerden (belegt) |
- Hitzewallungen
- Vaginalatrophie (Trockenheit der Vagina)
- Atrophie und deren Symptome werden verbessert
- lokale Östrogentherapie dafür ausreichend
- Harninkontinenz
- bei überaktiver Blase lokale (vaginale) Hormontherapie durchaus wirksam
- kein Nutzen einer systemischen Therapie
- Rezidivierende Harnwegsinfektionen
- lokale Östrogentherapie sinnvoll (proliferative Effekte auf Urothel, Kräftigung Vaginalepithel und Stärkung der Döderlein-Flora - Senkung des Risikos für HWI um bis zu 75%)
- Osteoporose
- wirksam zur Risikoreduktion, aufgrund ungünstigem Nutzen-Risiko-Profil nicht zu empfehlen
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| 4.
Negative Aspekte einer Hormontherapie (belegt) |
- leicht erhöhtes Risiko für KHK
- erhöhtes Risiko für Schlaganfälle (+ 12 Fälle/10000 Patientinnen/Jahr)
- erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (bis + 17 Fälle/10000 Patientinnen/Jahr - besonders im ersten Einnahmejahr)
- erhöhtes Risiko für Brustkrebs
- ab einer Anwendungszeit ab 5 Jahren
- für Frauen, die kurzfristig (< 5 Jahre) HT wegen klimakterischer Beschwerden durchführen erscheint das Risiko als nicht relevant
- erhöhtes Risiko für Gallenwegserkrankungen
- besonders bei entsprechender Vorgeschichte
- besonders bei Übergewicht
- bei korrekter Durchführung (kombinierte Hormontherapie) keine Erhöhung des Risikos für Endometriumkarzinome!
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| 5. Kontraindikationen
für HRT |
- MammaCa
- Endometriumkarzinom (nicht absolut, Begutachtung durch einen Gynäkologen
erforderlich)
- schwerwiegende Herzinsuffizienz
- schwere Lebererkrankung
- Thrombophilie/erhöhtes Thromboserisiko
- therapieresistenter Bluthochdruck
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| 6.
Präparateauswahl |
- topische Therapie
- Estriol, z.B. Ortho-Gynest® Vaginalzäpfchen 1 x tgl. abends tief vaginal für 3 Wochen, danach zur Erhaltungstherapie 2 x wöchentlich
- Z.n.
Hysterektomie
- Estradiol,
z.B. Estraderm® 50µg TTS alle 4 Tage für
21d, dann 1 Woche Pause (1 Zyklus)
- Estradiol,
z.B. Estrifam® 1mg Tbl. 1-0-0 (keine zyklische Unterbrechung)
- intakt
vorhandener Uterus
- Estradiol + Progesteron, z.B. Estalis®
sequi 50/250µg TTS: Zyklus mit 2-mal wöchentl.
weißes Pflaster (Phase I - 1 Wirkstoff) über 2 Wochen.
Anschließend 2-mal wöchentl. türkisfarbenes Pflaster
(Phase II - 2 Wirkstoffe).
- Estradiol + Progesteron, z.B. Activelle®
1mg/0,5mg 1-0-0
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Quellen:
[1] Ortmann O, Lattrich C: The treatment ofr climacteric symptoms. Dtsch Aerztebl Int 2012; 109(17):316-24
[2] Ortman O et al: Hormone therapy in perimenopause an postmenopause (HT): Interdisciplinary S3 Guideline AWMF 015/062. Arch Gynecol Obstet 2011; 284:343-55. |
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