Nahrungsmittelallergien |
| 1.
Vorbemerkungen zu Nahrungsmittelallergien |
- Unterscheidung:
- stabile Allergene (Klasse-1-NMA):
- auch im zubereiteten Zustand noch allergen wirksam (hitze- und säurestabil)
- Sensibilisierungsweg: gastrointestinal
- dominieren im Säuglings- und Kleinkindalter
- labile Allergene (Klasse-2-NMA):
- im zubereiteten Zustand Verlust der allergenen Wirkung (hitze- und säure-/chemolabil)
- Sensibilisierungsweg: oral oder inhalativ
- dominieren im Jugend- und Erwachsenenalter
- Pseudoallegie auf Nahrungsmittel (Nahrungsmittelunverträglichkeit - Intoleranzreaktion)
- unspezifische Aktivierung von Mastzellen (unabhängig von IgE), infolgedessen Histaminausschüttung
- Symptome wie bei "echter" Allergie
- Verzögerung > 4h zur Aufnahme, Andauern der Reaktion länger als bei Allergie
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| 2.
Übersicht zu stabilen und labilen Nahrungsmittelallergenen |
| Kinder |
| "klassische" NMA gegen stabile Proteine |
- Kuhmilch
- Hühnerei
- Erdnuss
- Weizen
- Soja
- Nüsse
- Fisch
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| Jugendliche und Erwachsene |
| überwiegend Kreuzallergien gegen labile Proteine |
- pollenassoziierte Nahrungsmittelallergene
- Äpfel
- Nüsse
- Soja
- Sellerie
- Karotte
- Paprika
- Gewürze
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| seltener "klassische" Allergene gegen stabile Proteine |
- Nüsse, Ölsaaten (z.B. Sesam)
- Erdnuss
- Fisch und Krustentiere
- Kuhmilch und Milchprodukte
- Hühnerei
- Latex-assoziierte NMA (Banane, Kiwi, ...)
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| 3.
Typische Auslöser von Pseudoallergien mit Mechanismus (=Intoleranzreaktion) |
- Sulfite, Glutamat:
Erregung vegetativer bzw. von Reiz-Rezeptoren, Freisetzung von Neurotransmittern (Glutamat)
- Antibiotika, Opioide: Mediatorfreisetzung aus Mastzellen
- Lokalanästhetika, ACE-Hemmer: Kinin-Aktivierung
- KM, NSAR/Salizylate, Nahrungsmittelfarbstoffe (?), Benzoate(?): Beeinflussung des Arachidonsäure-Metabolismus
- KM: Komplementaktivierung
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