Rheumatoide Arthritis

1. Hinweise für die Frühdiagnose (ACR-Kriterien hierfür ungeeignet!)
  • schleichender Beginn mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • mehr asymmetrische als symmetrische Gelenkbeschwerden
  • neu auftretende Gelenkschwellungen
  • Morgensteifigkeit (Faustschluss mind. 1h nicht möglich)
  • Gaenslen-Zeichen positiv
  • Labor
    • Anti-CPP und RF erhöht (initial nicht zwingend)
    • BKS und CRP erhöht (meist)
2. Differenzialdiagnostische Überlegungen
  • Polyarthritis bei Kollagenosen:
    • Fahndung nach ANA (kann auch bei RA erhöht sein)
  • Virusarthritiden:
    • Infektions-/Impfanamnese: Röteln, Parvovirus B19
    • oftmals Transaminasen und GGT-Erhöhung
  • Psoriasisarthritis:
    • Psoriasisanamnese (auch familiär)
    • Strahlbefall der Gelenke ("Wurstfinger")
    • asymmetrischer Gelenkbefall
    • Enthesiopathien
  • Borrelienarhtritis:
    • meist Kniegelenksmonarthritis
  • Reaktive Arthritis bei Darmkeiminfektion (Salmonellen, Yersinien, Shigellen):
    • Polyarthritis ungewöhnlich, eher Sprung- oder Kniegelenke
3. Basistherapie
  • Prednisolon 0,5mg/kg, z.B. Decortin® 20-30mg 1-0-0 (anschließend sukzessive reduzieren)
    und
  • Methotrexat, z.B. Metex®:
    • Basistherapeutikum der ersten Wahl
    • initial 7,5mg/Woche, langsame Steigerung in 2,5mg-Schritten bis 15-25mg/Wo
    • 1 Tag nach MTX 5mg Folsäure (zur Vermeidung von Übelkeit, Stomatitis, Alopezie)
    • immer auf sichere Kontrazeption achten
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