Passivrauchen – Krankheitsrisiko ohne eigene Schuld

 
„Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit“ – das ist uns präsent, etwa als Warnung auf Zigarettenschachteln oder auf Werbeplakaten der Tabakindustrie. Spätestens mit Einführung des Rauchverbotes in öffentlichen Gaststätten 2007 ist auch die Schadwirkung des sogenannten „Passivrauchen“, also der Inhalation von durch Andere abgeatmetem Tabakrauch im Bewusstsein der Bevölkerung angekommen.
Dass etwas schadet ist stets eine recht pauschale Warnung, verknüpfen wir doch Alles gerne mit konkreten Beispielen. Gerade hier gibt es mittlerweile aber genug Studiendaten, die entsprechende schädliche Einflüsse konkretisieren.

Verschlechterung eine Diabetes Mellitus

Die Güte der Einstellung eines bestehenden Diabetes Mellitus misst man mit einem Laborparameter, der als „Blutzuckergedächtnis“ ein Bild der durchschnittlichen Blutzuckerwerte der vergangenen 3 Monate zeichnet, dem sogenannten HbA1c. Nach aktuellen Studiendaten (über 2400 Studienteilnehmer) ist belegbar, dass der Langzeitzuckerwert HbA1c umso schlechter war, umso mehr sie zu Hause trotz Nichtraucherstatus dem Rauch von Mitgliedern der Wohngemeinschaft ausgesetzt waren [1]. Bei den weiblichen Studienteilnehmern ließ sich dies erweitert auch bei tabakrauchender Kollegenschaft am Arbeitsplatz belegen. Nachdem der HbA1c mit der Prognose eines Diabetes zusammenhängt (und eines der Therapieziele einer Behandlung darstellt) kann gefolgert werden, dass Passivrauchen langfristig einen bestehenden Diabetes Mellitus verschlechtert.

Förderung der Entstehung von Brustkrebs

Dass Rauchen eine mannigfaltige Zahl von Krebserkrankungen fördert und/oder hervorrufen kann ist mittlerweile zweifelsfrei belegt. Nun existieren aber auch Studienergebnisse, die auf eine entsprechende Problematik im Zusammenhang mit passiver Rauchexposition hinweisen [2]: Durch eine Fallkontrollstudie (585 Patientinnen mit Brustkrebs, 1170 gesunde Kontrollpatientinnen) wurde eine Erhöhung des Brustkrebsrisikos bei häuslichem Kontakt zu Tabakrauch belegt, dass über die Jahre der Exposition noch deutlich stieg. Bei passiv „mitrauchenden“ Patientinnen stieg das Risiko um 88% (in etwa also eine Verdopplung des Risikos). Dauerte die Einwirkung länger stieg das Risiko auch weiter mit an – bei mehr als 20 Jahren bis zu 180% (nahezu eine Verdreifachung des Risikos).

Mehr Narkosekomplikationen bei Kindern

Kinder, die durch rauchende Eltern dem Passivrauch ausgesetzt sind erleiden bei einer notwendigen Narkose häufiger Komplikationen, wie einen Stimmlippenkrampf (potentiell lebensbedrohlich), Verkrampfungen der Bronchien, Veränderungen der Atemfrequenz und Verlegung der Atemweg. Diese Zusammenhänge waren durch die kombinierte Analyse vorliegender Studien evident (sogenannte Meta-Analyse), wenn auch durch diese Erhebung nicht belegt werden kann, dass die Komplikationen ohne Passivrauchexposition seltener stattgefunden hätten [3].

Schlechtere Knochenheilung

Noch eher zurückhaltend zu betrachtende (bislang nur im Tierversuch belegt) aber dennoch schon alarmierende Ergebnisse zeigten sich bei der Untersuchung der Knochendichte unter dem Einfluss des Passivrauchens. Bei Laborratten war unter dem „Blauem Dunst“ nach Knochenbrüchen die Knochendichte des neugebildeten Knochens herabgesetzt und die Neubildung nur verzögert messbar.

Was bleibt

Alles in Allem reicht uns natürlich der gesunde Menschenverstand um uns klar zu machen, dass eine Exposition gegenüber Tabakrauch auch für den nichtrauchenden „Bystander“ gefährliche Konsequenzen haben kann. Letztlich fällt aber bei eine klare Empfehlung schwer, so lange nicht belastbare Daten vorliegen. Allzu oft saß die Medizin in der Vergangenheit solchen „Vernunftschlüssen“ auf und Ärzte ließen sich zu Ratschlägen hinreißen, die in Ihrem Nutzen heute widerlegt sind – man denke nur an die Verteufelung von Eiern in den 80er und 90er Jahren aufgrund der aufkeimenden Beachtung von Cholesterin als kardiovaskulärer Risikofaktor. Wer aber zurecht über Feinstaub auf deutschen Straßen wettert und über entsprechende Filter für Laserdrucker nachdenkt sollte die Abstinenz gegenüber dem Passivrauchen als studienbelegte Schadwirkung ganz oben auf die Agenda stellen.
 

Lehrpraxis aktuell – Famulantin arbeitet mit

Frau Lisa Strecker ist Studentin der Humanmedizin an der Universität des Saarlandes und wird in der Zeit vom 13.3. bis zum 12.4.2017 in unserer Praxis eine Famulatur ableisten.

Im Rahmen der klinischen Semester absolvieren die Studierenden unterschiedliche Famulaturen in Kliniken und Arztpraxen, um so über die Theorie hinaus auch praktische Erfahrungen sammeln zu können.

Frau Strecker studiert im 6. Semester und hat bereits viele theoretische Inhalte erarbeitet. Aus besonderem persönlichen Interesse für die hausärztliche Medizin im eher ländlich geprägten Umfeld erwuchs der Entschluß, in unserer Praxis für 4 Wochen mitzuarbeiten.

Als akademische Lehrpraxis sind auch wir mit der Ausbildung von jungen Medizinern beauftragt. Entsprechend möchten wir Frau Strecker möglichst gut in unsere Praxisabläufe integrieren (Patientengespräche, Untersuchungen, etc.). Sollten Sie als Patient nicht mit der Gegenwart der Kollegin einverstanden sein, teilen Sie dies bitte unserem Helferteam oder den Ärzten mit.

Selbstverständlich unterliegt Frau Strecker genauso wie wir der ärztlichen Schweigepflicht. Wir bitten Sie also unserer Kollegin das gleiche Vertrauen wie auch uns entgegenzubringen.

Blockpraktikum Allgemeinmedizin – Medizin zum Anfassen!

Auf knapp zwei ereignisreiche Wochen konnte unsere Blockpraktikantin am vergangenen Freitag zurückblicken. Natürlich musste das vom Lehrstuhl vorgesehene Pflichtprogramm (Patientenvorstellungen nach SOAP-Schema, EKG-Ableitung, etc.) absolviert werden, was uns aber nicht davon abhalten konnte die junge Medizinerin möglichst ungefiltert in unseren spannenden Alltag hineinblicken zu lassen.
 
Bei einem Blick sollte es aber nicht bleiben: schon am ersten Tag erfolgte die selbständige Anamneseseerhebung im eigenen Sprechzimmer, medizinisch-diagnostische Maßnahmen konnten durchgeführt werden. Mit Fortgang der Praxisphase konnte Frau Thaler dann souverän auch den Ganzkörpercheck im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung selbstständig und en detail übernehmen.
 
Wie immer versuchten wir das breite Spektrum unserer Tätigkeit erlebbar zu machen: so konnte die angehende Medizinerin Dr. Köber während seiner Rettungsdiensteinsätze im Rahmen einer „Notarztnacht“ auf der Rettungswache Bad Mergentheim begleiten und somit auch kritische Patienten mitbehandeln.
 
Gerade angesichts der derzeit kaum abklingen wollenden Infektwelle stellte sich Frau Thaler zum Ende der Praktikumsphase geradezu als Trumpfkarte heraus, konnten doch Patienten vollständig und abschließend von der Studierenden untersucht und behandelt werden. Die Ärzte mussten nach einer kurzen Übergabe nur noch mit Ihrer Unterschrift auf den vorgeschlagenen Rezepten oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen das geplante Vorgehen bestätigen – eine echte Arbeitserleichterung, die vielfach zur Entspannung des Praxisbetriebs führte.
 
Auch wenn Infekte naturgemäß das Geschehen dominierten blieben spannende Intermezzi nicht aus: ein infiziertes Atherom im Pflegeheim mit chirurgischer Entlastung am Patientenbett, ein akutes Koronarsyndrom mit NSTEMI, einige Patienten mit Asthmaexazerbation, etc. – die Liste könnte noch um Einiges erweitert werden.
 
Als Fazit können wir auch diesmal wieder unterstreichen, wie gewinnbringend und befriedigend die Ausbildung von Studierenden der Humanmedizin auch für den Lehrarzt sein kann. Wir bleiben auf jeden Fall dran! Wie, wenn nicht so können wir sonst Nachwuchs für das schönste aller Fachgebiete begeistern?

Wir sind auch während der „tollen Tage“ für Sie da!

Speziell für unsere hausärztlich betreuten Patienten bieten wir in der „heißen Phase“ des Faschings Sprechstunden für Akutfälle/Notfälle an. Um das so leisten zu können werden in diesem Zeitraum keine planbaren Routinetermine vergeben (z.B. Checkup, Diabeteskontrolle, etc.). Telefonisch sind wir selbstverständlich wie gewohnt erreichbar.

Montag, 27.2.: 08:00 bis 11:00 und 16:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag, 28.2.: 08:00 bis 11:00 und 16:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 1.3.: 08:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag, 2.3.: 08:00 bis 11:00 und 15:00 bis 18:00 Uhr
Freitag, 3.3.: 08:00 bis 11:00 und 14:00 bis 17:00 Uhr

Ab dem 6.3.2017 geht der Praxisbetrieb dann wieder ohne jegliche Einschränkung weiter.

Viel Spass bei den Faschingsveranstaltungen wünscht Ihre Praxis Dres. Zahn & Köber!

Bild: © Alexandra H. / Pixelio

Lehrpraxis aktuell – Blockpraktikum für 2 Wochen

Frau Veronica Thaler ist Studierende der Humanmedizin an der Universität Heidelberg und wird in der Zeit vom 7.2. bis zum 16.2.2017 in unserer Praxis ihr Blockpraktikum ableisten.

Im Rahmen der klinischen Semester absolvieren die jungen Humanmediziner unterschiedliche Praktika in Kliniken und Arztpraxen, um so über die Theorie hinaus auch praktische Erfahrungen sammeln zu können.

Frau Thaler studiert bereits im 9. Semester und hat so im Herbst ihr Praktisches Jahr vor sich – ein breites theoretisches Wissen ist also schon jetzt vorhanden.

Als akademische Lehrpraxis sind auch wir mit der Ausbildung von jungen Medizinern beauftragt. Entsprechend möchten wir Frau Thaler möglichst gut in unsere Praxisabläufe integrieren (Patientengespräche, Untersuchungen, etc.). Sollten Sie als Patient nicht mit der Gegenwart der Kollegin einverstanden sein, teilen Sie dies bitte unserem Helferteam oder den Ärzten mit.

Selbstverständlich unterliegt Frau Thaler genauso wie wir der ärztlichen Schweigepflicht. Wir bitten Sie also unserer Kollegin das gleiche Vertrauen wie auch uns entgegenzubringen.