Lehrpraxis – Famulantin arbeitet mit

Frau Paula Uibel ist Studentin der Humanmedizin an der TU München und wird in der Zeit vom 26.2. bis zum 23.3.2018 in unserer Praxis eine Famulatur ableisten.

Im Rahmen der klinischen Semester absolvieren die Studierenden unterschiedliche Famulaturen in Kliniken und Arztpraxen, um so über die Theorie hinaus auch praktische Erfahrungen sammeln zu können.

Frau Uibel studiert im 7. Semester und hat bereits viele theoretische Inhalte erarbeitet. Durch Ihre Verwurzelung in Bad Mergenthei m und Interesse für die hausärztliche Medizin im eher ländlich geprägten Umfeld erwuchs der Entschluss, in unserer Praxis für 4 Wochen mitzuarbeiten.

Als akademische Lehrpraxis sind auch wir mit der Ausbildung von jungen Medizinern beauftragt. Entsprechend möchten wir Frau Uibel möglichst gut in unsere Praxisabläufe integrieren (Patientengespräche, Untersuchungen, etc.). Sollten Sie als Patient nicht mit der Gegenwart der Kollegin einverstanden sein, teilen Sie dies bitte unserem Helferteam oder den Ärzten mit.

Selbstverständlich unterliegt Frau Uibel genauso wie wir der ärztlichen Schweigepflicht. Wir bitten Sie also unserer Kollegin das gleiche Vertrauen wie auch uns entgegenzubringen.

Verhinderung von HIV-Infektionen lediglich Lifestyle?

Schon seltsam: die gesetzlichen Kassen dürfen problemlos für wissenschaftlich höchst zweifelhafte oder sogar in Ihrer Wirkung widerlegte Therapiekonzepte, wie Homöopathie, Osteopathie oder anthroposophische Medikamente Ausgaben erstatten oder Versicherte mit Zuschüssen zu „Gesundheitsreisen“ locken. Wenn aber eine hochwirksame Möglichkeit zur Prävention von HIV-Infektionen auf dem Markt ist, deren Anwendung von WHO und Robert-Koch-Institut nachdrücklich für betroffene Risikopatienten empfohlen ist wird dies im gemeinsamen Bundesausschuß noch nicht einmal diskutiert.

In Deutschland stagnierte die Neuerkrankungsrate bei ca. 3000/Jahr, insbesondere in Risikogruppen besteht unverändert ein deutlich erhöhtes Risiko für die Infektion mit dem Virus: bei Prostituierten liegt dies 14-fach höher als in der Durchschnittsbevölkerung, bei homosexuellen Männern zeigt sich eine 19-fache und bei Transgender-Frauen gar eine 50-fache Erhöhung. Mit Tenovovir/Emtricitabin exisitiert ein wirksames Präparat zur Prävention einer HIV-Infektion: mit einer bereits 2012 in den USA erfolgten Zulassung kann auf einen große Anzahl behandelter Patienten zurückgeblickt werden, so gab es weltweit nur drei Berichte über eine trotz Einnahme erfolgte Infektion mit dem HI-Virus. Die Nutzung eine Kondoms vermag bei korrektem Gebrauch bei heterosexuellen Partnern eine Infektion in 80% der Fälle zu verhindern, beim Sex zwischen Männern aber schon nur noch bei ca. 64%. Verständlich also, dass die WHO schon 2014 für Risikogruppen die Kombination des Kondoms mit der Einnahme des o.a. prophylaktischen Medikaments empfiehlt.

Der Spitzenverband der gesetztlichen Krankenkassen macht sich die Angelegenheit sehr leicht und klassifiziert die Medikation in den Bereich der „Lifestyle-Medikation“ und stellt sie damit auf eine Stufe mit potenzsteigernden Mitteln oder Präparate gegen einen vorzeitigen Samenerguss. Schaut man sich das Leid eines an AIDS Erkrankten an wirkt dies geradezu zynisch, aber auch gesundheitsökonomisch ist dies fragwürdig: bei einer HIV-Infektion wird eine lebenslang notwendige Kombinationstherapie mit teils sehr teuren Medikamenten notwendig – ganz abgesehen von der großen Unbekannten: der Zahl der potenzielle durch den Betroffenen Neuinfizierten!

Quelle: arznei-telegramm 2018; 49; 17-20

Auch während der „tollen Tage“ für Sie da!

Speziell für unsere hausärztlich betreuten Patienten bieten wir in der „heißen Phase“ des Faschings Sprechstunden für Akutfälle/Notfälle an. Um das so leisten zu können werden in diesem Zeitraum keine planbaren Routinetermine vergeben (z.B. Checkup, Diabeteskontrolle, etc.). Telefonisch sind wir selbstverständlich wie gewohnt erreichbar.

Montag, 12.2.: 08:00 bis 11:00 und 16:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag, 13.2.: 08:00 bis 11:00 und 16:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 14.2.: 08:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag, 15.2.: 08:00 bis 11:00 und 16:00 bis 18:00 Uhr
Freitag, 16.2.: 08:00 bis 11:00 und 15:00 bis 17:00 Uhr

Ab dem 19.2.2018 geht der Praxisbetrieb dann wieder ohne jegliche Einschränkung weiter.

Viel Spass bei den Faschingsveranstaltungen wünscht Ihre Praxis Dres. Zahn & Köber!

Bild: © Alexandra H. / Pixelio

Quartärprävention – leider ein immer wichtigeres Feld zum Schutz unserer Patienten

Als Fachärzte sind wir breit aufgestellt und können 80% der Beratungsanlässe in unserer Verantwortung lösen. Manchmal ist aber die Expertise (oder einfach nur die dort gegebene Untersuchungstechnik) eines Gebietsarztes notwendig. So besteht über die Fachgebietsgrenzen in der Regel eine gute Zusammenarbeit.
 
Umso ärgerlicher ist es, wenn wir Patienten zu einer gezielten Diagnostik schicken und der Gebietsarztkontakt zu einer Orgie an Folgeterminen führt oder das „Facharztkarussel“ angeworfen wird, also von einem Facharzt zum nächsten überwiesen wird, ungeachtete dessen, was an Vorerkenntnissen hausärztlich möglicherweise ohnehin schon vorhanden ist.
Nicht nur, dass diese eine eklatante Ressourcenverschwendung darstellt – meist handelt es ich um Diagnostik, die bei uns im Rahmen der hausärztlichen Diagnostik bei Notwendigkeit selbstverständlich angeboten wird und somit auch in unsere Pauschalen eingerechnet ist. Auch dass durch gestandene „Spezialisten“ teils eigene Leitlinien mit Füßen getreten werden und jenseits jeglicher Evidenz eine Überdiagnostik betrieben wird, die so manchen Patienten in Angst und Schrecken versetzt – und das in aller Regel ohne relevante Konsequenzen für dessen Leben und die Gesundheit. Ganz abgesehen davon, dass verständlicherweise auf diese Art und Weise der Terminkalender des Spezialisten schnell voll ist und „leider keine Termine mehr frei“ sind.
 
Unsere Arbeit fängt letztlich dann erst an: Relativieren und einordnen vermeindlich „schlimmer Befunde“ in die realen Verhältnisse, Darlegung von Wahrscheinlichkeiten und Risiken, Beratung zu Do’s und Dont’s der aktuellen Medizin (weltweit gibt einen „Klug-Entscheiden-Kampagne“, in denen Fachgesellschaften klare Statements zu sinnvollen und sinnbefreiten medizinischen Maßnahmen abgeben). „Quartäre Prävention“ ist ein Begriff, der durch solche Arbeitsweisen erst entstanden ist: Die Verhinderung von Übermedikalisierung und unnützer Medizin und damit die Abwendung von Schaden für die Patienten. Vielen Gebietsärzten würde etwas Nachhilfe in evidenzbasierter Medizin gut zu Gesicht stehen!
 

Lehrpraxis aktuell – Blockpraktikum für 2 Wochen

Frau Lina Beck ist Studierende der Humanmedizin an der Universität Würzburg und wird in der Zeit vom 22.1. bis zum 2.2.2018 in unserer Praxis ihr Blockpraktikum ableisten.

Im Rahmen der klinischen Semester absolvieren die jungen Humanmediziner unterschiedliche Praktika in Kliniken und Arztpraxen, um so über die Theorie hinaus auch praktische Erfahrungen sammeln zu können.

Frau Beck studiert bereits im 10. Semester und hat so im Herbst ihr Praktisches Jahr vor sich – ein breites theoretisches Wissen ist also schon jetzt vorhanden.

Als akademische Lehrpraxis sind auch wir mit der Ausbildung von jungen Medizinern beauftragt. Entsprechend möchten wir Frau Beck möglichst gut in unsere Praxisabläufe integrieren (Patientengespräche, Untersuchungen, etc.). Sollten Sie als Patient nicht mit der Gegenwart der Kollegin einverstanden sein, teilen Sie dies bitte unserem Helferteam oder den Ärzten mit.

Selbstverständlich unterliegt Frau Beck genauso wie wir der ärztlichen Schweigepflicht. Wir bitten Sie also unserer Kollegin das gleiche Vertrauen wie auch uns entgegenzubringen.