Back to the roots – Frau Katrin Weiß jetzt als neue Ärztin im Team

Ab 1.6.2018 verstärkt Frau Katrin Weiß als Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin unser Team für die kommenden zwei Jahre.

Frau Weiß konnte nach dem Staatsexamen 2014 bereits in den Abteilung für Innere Medizin des Neckar-Odenwald-Klinikums Buchen 2015 bis 2017 sowie 2017 bis 2018 in der Abteilung für Psychiatrie und Psychosomatik des Krankenhauses Tauberbischofsheim wertvolle medizinische Erfahrungen sammeln. Neben einem Abschnitt intensivmedizinischer Tätigkeit erfolgte auch bereits der Großteil der Ausbildung im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung und der Arbeit mit psychisch kranken Patienten.

Neben der bereits vorhandenen klinisch-internistischen und psychosomatischen Vorausbildung erfolgt in unserer Weiterbildungspraxis nun die Umsetzung in den ambulanten Praxisalltag.

Zusätzliche Qualifikationen erarbeitete sich die Kollegin unter anderem auch auf dem Gebiet der Sonographie (DEGUM-Kurse). Ehrenamtlich ist sie seit 2012 auf der Onlineplattform „Was hab‘ ich?“ für ratsuchende Patienten da.

Als approbierte Ärztin wird Frau Weiß so wichtiges Mitglied unseres Ärzteteams, entsprechend möchten wir sie möglichst reibungslos in unsere Praxisabläufe integrieren. Eine eigene Sprechstunde wird sie unseren Patienten voraussichtlich ab September anbieten können.

Selbstverständlich unterliegt Frau Weiß genauso wie wir der ärztlichen Schweigepflicht. Wir bitten Sie also unserer neuen Kollegin das gleiche Vertrauen wie auch uns entgegenzubringen.

Für langjährige Patienten unserer Praxis wird die Ärztin keine fremde Person sein: bereits zweimalig arbeitete Frau Weiß als Studentin und als noch nicht approbierte Ärztin in unserem Team in den Jahren 2013 und 2014 mit – wir freuen uns über die Rückkehr nach Bad Mergentheim als qualifizierte Ärztin!

Blutdruckmessung in der Praxis – kein guter Ratgeber für die Therapieanpassung

Nicht selten werden wir kritisch von unseren Patienten beäugt, wenn wir der Frage des Hochdruckpatienten, ob wir denn nicht seinen Blutdruck messen wollten mit der Gegenfrage nach häuslichen Blutdruckwerten entgegnen.

Die Blutdruckselbstmessung führt langfristig betrachtet als Grundlage für Therapieänderungen zu einer deutlich besseren Blutdruckeinstellung als die bei ärztlichen Kontakten durchgeführten Praxismessungen. Dies wurde bereits Anfang des Jahres im renommierten Journal „Lancet“ veröffentlicht [1]: bei fast 1200 Patienten wurden die Messwerte von Patienten mit Selbstmessungen und mit Praxismessungen verglichen. Dabei wurde belegt, dass eine routinemäßige Messung und Dokumentation des Blutdrucks zu Haus als Grundlage für ärztliche Entscheidungen zu einer signifikant besseren Einstellung führt.

Im JAMA folgte nun eine weitere Veröffentlichung [2], die uns in unserem Vorgehen bekräftigt: Bei einer einfachen Praxismessung mit hypertensiven Blutdruckwerten (also >140/90mmHg) ist eine Zweitmessung nach 5 Minuten bei über einem Drittel der Patienten normwertig! Alleine durch dieses Vorgehen mit zwei aufeinanderfolgenden Messwerten veränderte sich der Anteil der Menschen mit gut kontrolliertem Bluthochdruck in der gesamten Studienpopulation (38.000 Patienten) von 61% auf 73% – alleine durch die Messtechnik! Folglich läuft man mit einfachen Praxismessungen Gefahr, Patienten eine Übertherapie zukommen zu lassen: Medikamentendosierungen werden erhöht oder zusätzliche Medikamente gegeben, obwohl sich der Blutdruck in Wahrheit im Zielbereich bewegt.

Durch kontinuierliche Aufklärungsarbeit konnten wir in den vergangenen Jahren den Anteil der standardisiert durchgeführten Blutdruckselbstmessungen (siehe Bild) deutlich ausbauen – Praxismessungen sind bei uns eher selten Grundlage einer Therapieänderung. Auch die Patienten freut es: ist die automatische 24-h-Langzeitmessung doch bei den meisten Betroffenen wenig beliebt. Auch Ihre Anwendung konnte bei uns deutlich zurückgeschraubt werden.

[1] McManus RJ et al: Efficacy of self-monitored blood pressure, with or without telemonitoring, for titration of antihypertensive medication (TASMINH4): an unmasked randomised controlled trial. Lancet 2018; 391: 949–59
[2] Einstadter D et al: Association of Repeated Measurements With Blood Pressure Control in Primary Care. JAMA Intern Med. Published online April 16, 2018

Hausärztetag 2018 – Praxis am Freitagnachmittag, den 16.3. geschlossen

Am kommenden Freitagnachmittag, den 16.3.2018 bleibt unsere Praxis ausnahmsweise geschlossen – als Landesdelegierter des Hausärzteverband ist Dr. Köber bei dieser Veranstaltung eingebunden. Bei dennoch notwendiger ärztlicher Hilfe dürfen Sie sich vertrauensvoll an unsere Kollegin wenden:

Dipl. Biol. Susanne Stüber-Brückner, Wachbacher Str. 14, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931 923737.

Zeit für Neues – Dr. Hofmann zieht es nochmal in die Klinik!

Vor gut zwei Jahren kündigten wir an dieser Stelle Dr. Wolfgang Hofmann als neuen Mitarbeiter in unserer Praxis an. Als abschließenden Teil der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin durften wir ihn als Lehrer und Mentoren auf diesem Weg begleiten. 

In dieser Zeit der Lernens und der beruflichen Entwicklung konnten auch unsere Praxis durch seinen scharfen Sachverstand und die konstruktive Mitarbeit profitieren – einige Optimierungen im Praxisablauf konnten so in Zusammenarbeit umgesetzt werden. 

Den Allgemeinarzt in spe zieht es nun nochmal in das klinische Umfeld: in der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim wird er unter Professor Thomas Haak neben der Vorbereitung auf die Facharztprüfung Allgemeinmedizin noch die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin vollenden. 

Eines ist erfreulicherweise schon jetzt klar: mittelfristig gewinnt die nähere Umgebung einen neuen Hausarzt – Herr Dr. Hoffmann wird in den nächsten Jahren in eine bestehende Gemeinschaftpraxis in der Mergentheimer Umgebung eintreten! 

Wir bedanken uns für die zweijährige tatkräftige Mitarbeit in unserem Team und wünschen dem Kollegen Hofmann einen erfolgreichen Abschluss seiner Facharztausbildung und einen guten Start im Diabeteszentrum.

Lehrpraxis – Famulantin arbeitet mit

Frau Paula Uibel ist Studentin der Humanmedizin an der TU München und wird in der Zeit vom 26.2. bis zum 23.3.2018 in unserer Praxis eine Famulatur ableisten.

Im Rahmen der klinischen Semester absolvieren die Studierenden unterschiedliche Famulaturen in Kliniken und Arztpraxen, um so über die Theorie hinaus auch praktische Erfahrungen sammeln zu können.

Frau Uibel studiert im 7. Semester und hat bereits viele theoretische Inhalte erarbeitet. Durch Ihre Verwurzelung in Bad Mergenthei m und Interesse für die hausärztliche Medizin im eher ländlich geprägten Umfeld erwuchs der Entschluss, in unserer Praxis für 4 Wochen mitzuarbeiten.

Als akademische Lehrpraxis sind auch wir mit der Ausbildung von jungen Medizinern beauftragt. Entsprechend möchten wir Frau Uibel möglichst gut in unsere Praxisabläufe integrieren (Patientengespräche, Untersuchungen, etc.). Sollten Sie als Patient nicht mit der Gegenwart der Kollegin einverstanden sein, teilen Sie dies bitte unserem Helferteam oder den Ärzten mit.

Selbstverständlich unterliegt Frau Uibel genauso wie wir der ärztlichen Schweigepflicht. Wir bitten Sie also unserer Kollegin das gleiche Vertrauen wie auch uns entgegenzubringen.