Weniger ist oft mehr – nicht jede ärztliche Maßnahme ist sinnvoll!

pexels-photo-415779Schon die Choosing-Wisely-Initiative setzte Maßstäbe und gab klare „Dos und Don’ts“ für sinnvoll begründetes medizinsches Handeln vor. Anders als nach Auffassung vieler Patienten und leider auch zahlreicher Kollegen ist es mitnichten so, dass z.B. Diagnostik nicht schaden kann: Schon ein von uns durch eine nicht notwendige Sonographie festgestellter Leberrundherd, der wie ein harmloses Hämangiom anmutet wird durch „Absicherungsdiagnostik“ neben einer immensen psychischen Belastung des Patienten („Oh Gott – wahrscheinlich ist es Krebs im metastasierten Stadium!“) auch zu einer potenziellen körperlichen Gefahr: nicht selten folgen ja auch Probenentnahmen mit entsprechendem Komplikationsrisiko.

In diese Kerbe schlägt auch die aktuell im renommierten Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Literaturübersicht zu Übertherapie und -diagnostik [1]. Folgend hier nur drei Don’ts aus der Publikation, die sich Ärzte (aber auch Patienten) zu Herzen nehmen sollten:

  • kein Routine-EKG bei symptomlosen Patienten! Das EKG ist denkbar schlecht als Screening-Instument geeignet und tritt nicht selten eine Kaskade an weiterer Diagnostik (bis zum Herzkatheter) los, ohne einen Nutzen für den Betroffenen zu zeigen. 
  • keine stetigen Kontrollen der Blutfette: bei der therapeutischen Beurteilung ist die Betrachtung des invidivuellen Herz-Kreislaufrisikos und nicht isoliert der Cholesterinwerte (als sog. Surrogatparameter) notwendig. Ein Labortest ist nur dann sinnvoll, wenn auch Konsequenzen daraus gezogen werden (z.B. der neue Einsatz eines Cholesterinsenkers beim Hochrisikopatienten). 
  • Calciumtabletten sind mehr Fluch als Segen: selbst Osteoporosepatienten schaffen es in der Regel die empfohlene tägliche Kalziummenge über die normale Kostzufuhr zu sich zu nehmen. Eine Zufuhr durch Brausetabletten o.ä. fördert mehr die Steinbildung und Verkalkung von Gefäßstrukturen als eine Knochenstabilität.

[1] JAMA Intern Med. 2018 Dec 3. doi: 10.1001/jamainternmed.2018.5748

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Das perfekte Steak – mit Sous-Vide-Küche auf Jahresende und Neustart zu!

Das perfekte Steak – mit Sous-Vide-Küche auf Jahresende und Neustart zu!

2018 neigt sich dem Ende zu – Grund genug auf das vergangene Jahr zurückzublicken und zu resümieren. Eine schnöde Weihnachtsfeier im herkömmlichen Stil sollte es für unsere Praxis heuer einmal mehr nicht sein. Gut, dass wir in den vergangenen Jahren schon einen guten Kontakt zum Gastronomieunternehmen delikat fineCatering aufgebaut hatten: so durften wir nun zum zweiten Mal ein gemeinsames Kochevent der Spitzenklasse im Küchenstudio Edelmann in Weikersheim erleben.

Koch Michael Klaus führte uns bei einem Aperitif ins Thema des Abends ein: Ein besonderes Menü rund um Dampfgaren und Sous-vide-Technik sollten wir uns selbst zubereiten – wir alle würden „das perfekte Steak“ auf dem Teller haben. Gemeinsam wurde argentinisches Rind vorbereitet, Lachs gehäutet und von Gräten befreit, Gemüse und Obst geschnitten, Suppenbasis zubereitet, gewürzt, und, und, und. Unausgenommen jedes Teammitglied hatte Aufgaben als Assistent oder Assistentin des Küchenchefs zu erfüllen. Freilich kam der Spass hier nicht zu kurz: da konnte neben dem Abschmecken, Probieren und Genießen der servierten Weine und Schmankerl auch ausgiebig über Kochtechniken, Tipps und Tricks mit dem Herr der Küche gefachsimpelt werden.

Gang für Gang wurde selbstredend eigenhändig „am Pass“ vorbereitet und in Teamarbeit angerichtet und dann zusammen an der langen Tafel genossen. Dabei bot sich natürlich auch Gelegenheit für weitere Gespräche der Teammitglieder in lockerer Atmosphäre.

Nach 5 Stunden Kocherlebnis neigte sich dann auch dieser Abend dem Ende zu: zum letzten Mal in der bestehenden Runde wurde so ein würdiger Jahresabschluss gefeiert. 2019 wird das Team zwar deutlich größer sein, was Stimmung und Spass am Zusammensein aber sicher nur befördern wird!

Weihnachtsfeier – Praxis am 30.11.2018 nachmittags geschlossen!

Schon wieder rückt der Advent näher – Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Das Praxisteam feiert schon mal am Freitag, den 30.11.2018 zusammen Weihnachten, weshalb unsere Praxis am Nachmittag ab 12:00 geschlossen ist.

In dringenden Notfällen wenden Sie sich bitte an unseren Kollegen Dr. Rainer Stiel, Wolfgangsstraße 19, Bad Mergentheim, Telefon 07931/6127.

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Practica 2018 – Wir bilden uns für Sie fort

Ein Jahr ist schon wieder vorüber – der Hausärztekongress „Practica“ in Bad Orb erwartet uns – und wir sind wie jedes Jahr dabei! Entsprechend müssen wir unsere Praxis vom 25.10. bis zum 26.10.2018 schließen.

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Auf jeden Fall sind Sie bei Notwendigkeit dringender medizinischer Hilfe bei unseren Vertretern bestens aufgehoben:

  • Jörg Hennig, Seegartenstraße 1, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/3515
  • Dr. med. Ulrike Knödler, Oberer Graben 62, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/7367
  • Dr, med. Silke Stahnke, Poststraße 2-4, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/3949
  • Dr. med. Uwe-Ingo Steinorth, Frommengasse 2, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/7686
  • Dr. med. Rainer Stiel, Wolfgangstraße 19, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/6127
  • Dipl.-Biol. Susanne Stüber-Brückner, Wachbacher Straße 14, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/923737
  • Dr. med. Britta Remmel-Richarz, Karlsbach 30, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/237033
  • Dr. med. Christine Reuter, Burgstraße 28, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/7367
  • Dr. med. Adalbert Weber, Wolfgangstraße 10, 97980 Bad Mergentheim, Telefon 07931/990101

Ab dem 29.10.2018 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

Die Zukunft Ihrer hausärztlichen Versorgung – ab 2019 noch besser für Sie aufgestellt!

Die Situation der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum ist unverändert angespannt, unlängst fanden zwei große Praxen im Altkreis keinen Nachfolger und mussten ersatzlos schließen. Wir sind davon überzeugt, dass die Versorgung für die kommenden Jahrzehnte nur durch einen Schulterschluss mit anderen hausärztlichen Kollegen gestemmt werden kann.

Deshalb haben sich die Dres Thorsten Zahn, Carsten Köber sowie Ulrike Knödler zu einer Investition in die Zukunft entschlossen: ab dem 1.1.2019 dürfen wir Sie als Patienten in unserer neuen Gemeinschaftspraxis Köber-Zahn-Knödler im Unteren Graben 5 in Bad Mergentheim begrüßen!

Frau Dr. Ulrike Knödler wird mitsamt ihren Angestellten das Team der bisherigen Zweierpraxis verstärken. Selbstverständlich werden Sie auch weiterhin frei bei einer Terminvereinbarung Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wählen können, bei Notfällen und unverhofften Erkrankungen oder notwendigen Hausbesuchen wird zudem auch immer ein*e diensthabende*r Behandler*in unseres kompetenten Ärzteteams bereitstehen.

Bild: Denise/pixelio.de