Impfungen gegen COVID-19 – es geht voran!

Eine harte Woche liegt hinter uns: gut 250 Bewohner:innen (oder deren Bevollmächtigte) sowieMitarbeiter:innen des Pflegepersonals mussten im Eduard-Mörike-Haus Bad Mergentheim für die lange erwartete COVID-19-Impfung aufgeklärt werden. Wir folgten damit dem Hilferuf der Heimleitung, die für eine Terminierung in Vorleistung die abgeschlossenen Aufklärungsgespräche zu organisieren hatte, Dr. Knödler und Dr. Köber verlegten so ihren Arbeitsplatz zeitweise in das Pflegeheim und bekamen von den in der Praxis verbliebenen Docs „den Rücken frei“ gehalten.

Einmal mehr zeigte sich die Bürokratie als größter Hemmschuh auf dem Weg zur begehrten Spritze, zahlreiche offene und auch kritische Fragen von Impfwilligen konnten aber geklärt werden.

Mit drei Impfteam des Zentralen Impfzentrums (ZIZ) Rot am See und zwei weiteren Ärzten folgte am gestrigen Sonntag die Impfung mit dem Impfstoff Comirnaty (Biontech/Pfizer). Auch wir Ärzt:innen, im Notarztdienst und in einer Corona-Schwerpunktpraxis der ersten Priorisierungsgruppe zugehörig, haben uns selbstverständlich gleich mitimpfen lassen. Es geht voran!

Lehrpraxis aktuell – Studierende in unserer Praxis

Frau Mareike Kotzerke ist Studentin der Humanmedizin an der Universität Heidelberg und wird in der Zeit vom 12.1. bis zum 22.1.2021 in unserer Praxis ein Blockpraktikum ableisten.

Im Rahmen der klinischen Semester absolvieren die Studierenden unterschiedliche Praktika in Kliniken und Arztpraxen, um so über die Theorie hinaus auch praktische Erfahrungen sammeln zu können.

Frau Kotzerke studiert bereits im 9. Semester und hat ihr Praktisches Jahr vor sich – ein breites theoretisches Wissen ist also schon jetzt vorhanden.

Als akademische Lehrpraxis sind auch wir mit der Ausbildung von jungen Mediziner:innen beauftragt. Entsprechend möchten wir Frau Kotzerke möglichst gut in unsere Praxisabläufe integrieren (Patientengespräche, Untersuchungen, etc.). Sollten Sie als Patient/in nicht mit der Gegenwart der Kollegin einverstanden sein, teilen Sie dies bitte unserem Assistenzteam oder den Ärzten mit.

Selbstverständlich unterliegt Frau Kotzerke genauso wie wir der ärztlichen Schweigepflicht. Wir bitten Sie also unserer Kollegin das gleiche Vertrauen wie auch uns entgegenzubringen.

Wie kommt man an die Covid-19-Impfung?

Viel wird über die nun endlich anlaufenden Impfungen gesprochen. Wie man konkret an einen Termin kommt haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wer ist impfberechtigt?

Diese Information können Sie in der Corona-Schutzverordnung des Bundes nachlesen. 

Wann kann ich mich impfen lassen, muss ich noch warten?

Die Priorisierungsgruppen für die Coronaimpfung finden Sie auf den Seiten der STIKO 

Wie kann ich einen Impftermin vereinbaren?

Das können Sie leider nicht über Ihre Hausärzt:innen, da nur über die Kreis- und Landesimpfzentren geimpft wird. Bringen Sie zum Impftermin bitte unbedingt ein Impfbuch mit!

Eine Terminvereinbarung können Sie vornehmen:

  • telefonisch über die Nummer 116 117 (teils mit erheblichen Wartezeiten am Telefon verbunden)
  • über die Internetadresse www.116117.de
  • über die Internetadresse www.impfterminservice.de

Aufklärungsmaterialien

Es ist durchaus sinnvoll, sich die Aufklärungsmaterialien VOR dem Impftermin anzusehen und den Patientenbogen bereits auszufüllen. Die Unterlagen finden Sie hier:

Covid-19-Impfung - Aufklärungsbogen
Covid-19-Impfung - Aufklärungsbogen
COVID_19_Aufklaerung_2021-01-11-interaktiv.pdf
873.8 KiB
104 Downloads
Details
Patientenfragebogen und Einwilligungserklärung
Patientenfragebogen und Einwilligungserklärung
1_002_Anamnese-Einwilligung-2021-01-11-interaktiv.pdf
914.9 KiB
87 Downloads
Details

Corona-Impfung – mehr Segen als Fluch!

Sehr viel Desinformation kursiert in den sozialen Medien, wenn es um den hoffnungsvollen mRNA-Impfstoff gegen SARS-CoV2 geht, gar von einer „genmanipulierten Impfung“ ist zu lesen.
 

Aber wie funktioniert nun die Impfung mit BioNTech/Pfizer BNT162b2?

Bei einer Impfung bekommt der Patient Genabschnitte in Form von mRNA verabreicht (Messenger-RNA, also quasi „Syntheseblaupausen“), die für das Spike-Protein des Coronavirus kodieren. Das Spike-Protein ist zentral wichtig, damit das Virus überhaupt an die Wirtszelle binden kann. Die mRNA ist verkapselt in Lipid-Nanopartikel, damit sie nicht sofort abgebaut wird und, mit Hilfe der Lipidhülle, durch die Zellwände in unsere Zellen aufgenommen werden kann.
In den Zellen wird die mRNA dann an den Ribosomen „ausgelesen“ und von den körpereigenen Zellen werden Virusproteine (Spike-Proteine) hergestellt. Unsere Zellen präsentieren das synthetisierte Antigen dann dem Immunsystem und lösen so eine zelluläre Immunreaktion und die Bildung neutralisierender Antikörper aus. Das ist die Reaktion, die wir erreichen wollen!

Und was wird dann aus der mRNA, kann die mir schaden?

Die mRNA ist relativ instabil und wird nach kurzer Zeit einfach von unseren Zellen abgebaut.

Kann die mRNA ins menschliche Genom integriert werden?

Diese Befürchtung erscheint unbegründet. Die einsträngige mRNA müsste in den Zellkern gelangen (was ohne einen Transportmechanismus so nicht funktioniert. Weiter müsste die mRNA dort von spezifischen Enzymen in DNA umgeschrieben werden (solche Enzyme existieren aber in menschlichen Zellen naturgemäß nicht). Selbst bei HIV-Infizierten, bei denen durch die Infektion mit einem Retrovirus zumindest theoretisch Enzyme vorhanden sein könnten, die eine Transkription ermöglichen ) ist eine Integration in das menschliche Genom extem unwahrscheinlich!
 
[1] NAIK, R., PEDEN, K.: Curr. Top. Microbiol. Immunol.; online publ. am 8. Juli 2020 (19 Seiten); https://doi.org/10.1007/82_2020_220
[2] Arznei-Telegramm 2020 (51); 12: 92-102

Antigen-Schnelltest zu Weihnachten?

Wie schon mehrfach betont sehen wir Schnelltests vor Weihnachtsfeierlichkeiten eher kritisch, da ein negatives Ergebnis die Gefahr birgt, dass die AHA-Regeln nachlässiger beachtet werden.

Dennoch: das Land Baden-Württemberg ermöglicht allen Bürgern am 23.12. oder am 24.12. einen Antigen-Schnelltest. Diese Tests FINDEN ABER NICHT IN ARZTPRAXEN STATT – wir kümmern uns vorrangig um Erkrankte und, ggf. Um Kontaktpersonen! Auf den Seiten des Sozialministeriums (siehe Link) können Sie die Standorte und Öffnungszeiten der Testzentren abrufen (in unserem Landkreis Wertheim und Tauberbischofsheim).

Sehen Sie deshalb von Anfragen bei uns ab!

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landesweite-schnelltest-aktion-fuer-ein-sicheres-weihnachten/